Pfarreiengemeinschaft Lingen-Süd
St. Bonifatius - St. Alexander - Christ-König - St. Gertrudis

Maria Maienkönigin

Viele kennen vermutlich das Lied, das sich unter der Nummer 896 im Gotteslob befindet. Es gibt allerdings verschiedene Überarbeitungen, textlich und auch musikalisch.

Ich möchte hier heute mal die ursprüngliche Textfassung nach Guido Görres von 1842 vorstellen:

 

Maria, Maienkönigin! Dich will der Mai begrüßen;

o segne ihn mit holdem Sinn und uns zu Deinen Füßen.

Maria, dir befehlen wir, was grünt und blüht auf Erden.

O lass es eine Himmelszier in Gottes Garten werden!

 

Behüte uns mit treuem Fleiß, o Königin der Frauen,

die Herzensblüten lilienweiß auf grünen Maiesauen.

Vor allen sind’s der Blümlein drei, die lass kein Sturm entlauben:

die Hoffnung, grün und sorgenfrei, die Liebe und den Glauben.

 

O lass die Blumen um und um in allen Herzen sprossen,

und mache sie zum Heiligtum, drin sich der Mai erschlossen.

Die Seelen kalt und glaubensarm, die mit Verzweiflung ringen,

o mach sie hell und liebewarm, damit sie freudig singen.

 

O lass sie gleich der Nachtigall im Liede sich erschwingen

und mit der Freude hellstem Schall dir Maienlieder singen,

zu dir sich wenden froh empor wie Blumen zu der Sonne

und preisen mit dem Engelschor dich einst in ewger Wonne.

 

Text: Köln 1887 nach Guido Görres 1842.

[aus Ansgar Franz / Hermann Kurzke / Christiane Schäfer (Hg.): Die Lieder des Gotteslob. Geschichte – Liturgie – Kultur. Stuttgart: Katholisches Bibelwerk 2017, S. 748.]

Einen gesegneten Mai!

 

Pastoralreferentin Eva Schumacher

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Bistum Osnabrück