Pfarreiengemeinschaft Lingen-Süd

Gemeindeseiten St. Alexander Lingen/Schepsdorf
Ludgeristr. 57 - 49808 Lingen

Unsere Kirche St. Alexander


Ursprung der Kirche

Zwei bedeutende Halndelsverbindungen – die friesische Straße von Münster nach Emden und die flämische Straße von Amstardam nach Hamburg – trafen in Schepsdorf aufeinander und querten die Ems. Fuhrwerke und Reisende wurden per Fährschiff übergesetzt, daher auch der Name Schepsdorf und das Schiff im Kirchensiegel.

Als im Jahre 851 die Reliquien des Hl. Alexander von Rom nach Wildeshausen überführt wurden, pilgerten viele Menschen, vor allem aus dem Gebiet Twente und Bentheim, nach Wildeshausen und nahmen dabei den Weg über Schepsdorf. Ander Emsfähre kam es zu Wartezeiten. Deshalb baute man an dieser Stelle für die Pilger eine kliene Holzkirche. Die nächste Alexanderkirche befindet sich eine Tagesreise weiter in Bawinkel.

Nach der Abholzung stattlicher Eichenwälder hatten sich im laufe vieler Jahre Sandwehen unangenehm bemerkbar gemacht – daher die tiefe Lage der Schepsdorfer Kirche. Früher konnte man in der Turmtür stehend die Kirchegänger aus dem Lohner Holze kommen sehen.

Baugeschichte der Kirche

Älteste erhaltene Bausubstanz sind die Außenmauern einer ehemals flachgedeckten romanischen Saalkirche aus dem 11./12. Jahrhundert. Diese wurden Ende des 15. Jahrhunderts um den Westturm (2 Glocken von 1477 sind noch vorhanden) und einen gerade geschlossenen Chorraum nach Osten erweitert und gotisiert. Im Jahre 1874 wurde der neogotische 5/8 Chor angebaut und die Kirche vollständig renoviert und neu ausgestattet. Eine letzte Erweiterung erfuhr das Gebäude mit dem Anbau der neuen Kriche im Jahre 1964/65, nachdem man das Außenmauerwekr der alten Kirche nach Norden hin geöffnet hatte.

Unsere Kirche

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Die alte Kirche

Bis zum Anbau der neuen Kirche im Jahre 1964/65 hat die Gemeinde vonSchepsdorf in diesem Raum alle kirchlichen Anlässe gefeiert. Heute dient dieser Teil der Kirche vor allem für Werktagsgottesdienste, Tauffeiern und Andachten.

Neben dem Taufstein von 1874 wurde 2007 ein „Taufgarten“ gestaltet, in dem die Täuflinge des aktuellen Jahres auf Blumen abgebildet werden.

Die neue Kirche

Mit der jüngsten Kirchensanierung nach Plänen des Architekten Bruno Braun auch Düsseldorf, die im Jahre 1999 abgeschlossen wurde, sind alte und neue Kirche zu einer Einheit zusammengewachsen. Vom Taufstein führt der Weg in die neue Kirche zum Altar hin, der weit in den Kirchenraum hineingerückt ist.

Wie ein Fels in der Brandung steht er da, ebenso wie Ambo und Tabernakel grob behauen aus Anröchter Dolomit (gestaltet vom Kölner Künstler Arne Bernd Raue). Eingeritzt sind zeitlose Motive – die Deutung wird dem Betrachter selbst überlassen.

Die Symbiose von Alt und Neu, von Tradition und Moderne, wird anschaulich am Altarkreuz in der Apsis, einem alten Corpus auf einem modernen Balken aus Stahl.

In dem ansonsten zurückhaltend ausgestatteten neuen Kirchenraum haben zwei wertvolle alte Figuren einen Platz in den Seitennischen gefunden:

Hl. Antonius Abbas, ca. 1740 aus Eiche geschnitzt, stand bis 1975 auf dem Fragment eines romanischen Taufsteins an der Nordhorner Straße.

Anna Selbdritt – Mutter Anna („Anna zu dritt“), ca. 1520 vom Meister von Osnabrück (Snetlage Meister) aus Eiche geschnitzt.

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