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Liebe Mitchristinnen und Mitchristen!
Der vierte Sonntag der Osterzeit ist in der katholischen Kirche traditionell der „Sonntag vom Guten Hirten“, weil im Gottesdienst immer ein Abschnitt aus dem 10. Kapitel des Johannesevangeliums gelesen wird, in dem sich Jesus selbst als der gute Hirte bezeichnet. „Guter Hirte“ ist ein Titel, den das Alte Testament Gott selbst zuweist.
Die Lage der Kirche ist in unserer Gesellschaft schwieriger geworden. Der Glaube scheint vielen Menschen nicht mehr viel oder gar nichts mehr zu bedeuten. Unter uns gibt es Menschen, die so gut wie nichts mehr von unserer christlichen Tradition wissen. So kommt die Kirche allmählich wieder ihrer ursprünglichen Situation näher, als die Glaubenden in der Minderheit waren. Damals haben sich Menschen für die Botschaft der Kirche interessiert, weil begeisterte Christinnen und Christen dafür Zeugnis gaben, auch gegen große Widerstände. Und das ist wohl, was wir heute mehr brauchen als Strukturreformen: Menschen, die wissen, welchen Schatz sie an ihrem Glauben haben und davon Zeugnis geben. Frauen und Männer, die das Werk Christi, des Guten Hirten, fortsetzen. Um solche Menschen und für sie beten wir am vierten Ostersonntag, dem Weltgebetstag für geistliche Berufe.