Pfarreiengemeinschaft Lingen-Süd

Pfarreiengemeinschaft Lingen-Süd
St. Bonifatius - St. Alexander - Christ-König - St. Gertrudis

Hoffnungszeit: 23. Februar

 

Kennen Sie die Geschichte vom kleinen Tag von Wolfram Eicke? Oder vielleicht das Musical “Der kleine Tag” von Rolf Zuckowski, das auf der Geschichte von Wolfram Eicke beruht?

 

Es geht um den kleinen Tag, der irgendwann wie viele andere vor und nach ihm ein Tag auf der Erde sein soll. Er soll der 23. Februar sein.
Viele Tag, die schon waren, berichten stolz von den Ereignissen, die an ihrem Tag geschehen sind: grauenhafte Erdbeben, Frieden zwischen zwei Völkern nach langem Krieg, die erste Mondlandung usw. . Der Vater des kleinen Tags sagt ihm, es sei sehr wichtig, dass an seinem Tag etwas Ungewöhnliches passiert, damit sich alle Welt an ihn erinnert – ob es gut oder schlecht sei, wäre dabei irrelevant…

Und irgendwann ist es soweit: Der kleine Tag kommt als 23. Februar auf die Erde. Aber die großen ungewöhnlichen Dinge bleiben aus. Dafür erfreut sich der kleine Tag an ein paar Sonnenstrahlen, die die Sonne durch die dichten Wolken drängt, über einen Jungen, der an seinem Geburtstag, am Tag des kleinen Tags, ein Fahrrad bekommen hat, am Brausen der Wellen im Meer, an Berg und Tal, an einem Poeten, an einem Komponisten, an spielenden Kindern, an Leuten die Spazieren gingen, Kaffee tranken, an Verliebten, die sich küssten usw. .

Als der kleine Tag nach Ablauf seines Tages zu all den anderen Tagen zurückkehrte, erzählte er freudig von seinen Erlebnissen. Aber die anderen Tage lachten und spotteten, sein Tag sei langweilig und alltäglich…

Der kleine Tag war sehr enttäuscht und traurig, aber Jahre später kam sein Neffe als Tag von der Erde zurück und berichtete, dass man den 23. Februar, der der kleine Tag gewesen war, zum internationalen Feiertag des Friedens erklärt wurde, weil an ihm weltweit nichts Ungutes, nichts Böses passiert sei. Und der kleine Tag strahlte vor Stolz…

 

Heute ist der 23. Februar. Und wir alle sehnen uns wohl nach ganz normalem Alltag – ohne Corona-Meldungen und Beschränkungen. Aber vielleicht liegt es auch ein wenig an unserer Betrachtungsweise der Tage, zu was wir einen Tag machen oder werden lassen. Vielleicht können wir versuchen, den Fokus auf die vielleicht kleinen, einfachen, aber eben schönen Dinge zu lenken: auf eine Umarmung, ein gutes Wort, ein Telefonat mit jemandem, den man lange nicht gesprochen hat, einem schönen Spiel mit den Kindern, einem Spaziergang auf der Suche nach ein paar Sonnenstrahlen, oder was auch immer Freude macht…

“Und am Ende des Tages sollen deine Füße dreckig, deine Haare zerzaust und deine Augen leuchtend sein.”
(Verfasser unbekannt)

 

Oder so ähnlich 🙂

 

 

 

 

 

 

 

 

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Bistum Osnabrück